Die Marien Kirche 2006 Das Kirchspiel Siebenbäumen

Die im Jahre 1286 in Siebenbäumen vorhandene Kirche wird 1304 als Marienkirche bezeichnet.
Am 28. Juli 1315 verkaufen Heinrich und Detlev von Parkentin zu Lübeck ihrem Kaplan Johann, Pfarrer zu Siebenbäumen, eine Rente von 10 Mark lübsch aus dem Dorfe Siebenbäumen, die nach seinem Tode bei der Pfarre bleiben soll. Also gehört Siebenbäumen mit der Kirche im Jahre 1315 den Herren von Parkentin. Vorher sind keine anderen Besitzverhältnisse nachweisbar.
Die Kirche in Siebenbäumen besitzt wohl eine Dotation von zwei Hufen. Der Pfarrer hat 1335 Einkünfte von 13 Mark .
Auch Dotationen erhält die Kirche zu Siebenbäumen. Der Möllner Bürger Magnus Bruno vermacht ihr am 1. September 1367 eine Mark (SHRUIV. 1227). Im Testament des Pfarrers Heinrich zu Grönau werden dem Pfarrherrn von Siebenbäumen 10 Schilling lübsch und der Kirche für Ausbesserungen 6 Schilling vermacht.
Zum Kirchspiel Siebenbäumen gehören neben dem Kirchort selbst und dem Dorf Kastorf seit 1286 auch noch das Dorf Klein Klinkrade. Das Dorf Wendisch Klinkrade wird im Jahre 1337 erstmalig erwähnt. 1391 gehört dieses jetzt Klein Klinkrade genannte Dorf zum Kirchspiel Siebenbäumen, als Otto, Hartig und Berthold von Ritzerau dieses Dorf an den Lübecker Bürger Wigger Brekewold verkaufen.
In der Urkunde ist die Rede von "unse dorp unde ghut ghenomet Lutteken Clinkrade, beleghen in deme Ker-spele to den Sevenbomen".
Nach weiteren Verkäufen und Verpfändungen in diesem Bereich verkaufen schließlich Otto und Har-tig von Ritzerau Groß und Klein Klinkrade an Herzog Johann IV. Klein Klinkrade befindet sich im Nordteil der Gemarkung Klinkrade "jenseits der Lübeck-Hamburger Frachtstraße" . Bereits im Jahre 1458 ist dieses Dorf wüst, also unbewohnt . Mit Groß Klinkrade wird die Feldmark von Klein Klinkrade zusammengelegt. Zwischen 1513 und 1520 erhalten vier Kätner diesen Bereich.




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